Montag, 3. Dezember 2012

Anonymer Brief: Ausbildner terrorisiert immer noch Lehrlinge


Ein Nachtrag zu "Gewalt"

"Das Schwein ist nicht mehr in der Brunau. Er macht jetzt Lernende bei Arcoidis zur Sau."*

Am 9. April diesen Jahres berichtete ich an dieser Stelle aus meiner von Psychoterror, Diffamierung und Ausbeutung geprägten Lehrzeit in der Brunau-Stiftung. Neulich lag nun ein anonymer Brief in meiner Post. Es handelte sich um einen Auszug aus eben diesem Blog-Artikel, in dem das Satzfragment "Chefausbildner, einem schleichig-schmierigen Typen." gelb markiert war. Daneben stand der handschriftliche Vermerk: "Das Schwein ist nicht mehr in der Brunau. Er macht jetzt Lernende bei Arcoidis zur Sau."

Zunächst einmal möchte ich Ihnen, lieber Verfasser, dafür danken, dass Sie mir geschrieben haben. Die Tatsache, dass Sie so viel Wert darauf gelegt haben, anonym zu bleiben, zeigt, dass Sie zwar einerseits Angst vor Repressalien haben, die Situation aber andererseits so belastend für Sie ist, dass Sie mich trotzdem informieren mussten. Deshalb: Hut ab vor Ihrem mutigen Schritt! Ich habe übrigens Ihre Angaben überprüft und kann sie bestätigen: Es handelt sich um das selbe "Schwein".

Ihre Angst kann ich nachvollziehen, da ich selber wieder und wieder mit Lehrabbruch und anderen Repressalien bedroht wurde. Ich habe dann jeweils den Mund gehalten, in der Hoffnung, endlich in Ruhe gelassen zu werden. Und genau das war wohl mein eigentlicher Fehler. Denn selbstverständlich wurden ich und die anderen Opfer (Lehrlinge und Mitarbeiter) nach jeder erfolgreichen Einschüchterung noch penetranter belästigt und schikaniert. Solche Leute sind wie Krebs: Sie leben davon, andere zu zerstören. Das ist ihre Nahrung, das gibt ihnen Kraft.

Aber wissen Sie, was passiert ist, nachdem ich diesen Blog-Artikel online gestellt habe? Ich hatte ein Telefongespräch mit einem offiziellen Vertreter der Brunau-Stiftung, der die Löschung des Artikels von mir verlangte und mich "darauf hinwies", dass die Brunau mich verklagen könnte, falls ich das nicht tun würde. Ich gab ihm zu verstehen, dass ich den Artikel stehen lasse und sie mich ruhig verklagen sollen. Das war Ende August. Bis jetzt habe ich weder eine Abmahnung noch eine Vorladung bekommen. Und warum? Weil sowohl die Verantwortlichen der Brunau, als auch das "Schwein" ganz genau wissen, dass sich damit nur das Risiko erhöhen würde, dass weitere Opfer ihr Schweigen brechen. Und genau das geschieht ja auch. Sie sind nämlich nicht der erste, der sich in dieser Angelegenheit an mich gewendet hat. Sie sehen: Die Macht dieser Leute endet in dem Moment, in dem man sein Schweigen bricht.

Deshalb hier mein Angebot: Wenn Sie den Mut finden, mich direkt zu kontaktieren, sodass wir uns austauschen können, garantiere ich dafür, dass ich Sie mit all meinen Kontakten und meinem Wissen unterstützen werde. Darüber hinaus können Sie sich darauf verlassen, dass ich alles, was Sie mir sagen, vertraulich behandeln werde.

Sie können mich unter david.siems(ät)selbstbestimmung.ch erreichen.

Im Übrigen wünsche ich Ihnen ein dickes Fell und scharfe Krallen. Die werden Sie so oder so gut brauchen können. Also: Hoffentlich bis bald!


*Das Schriftbild auf dem Foto wurde von mir verfremdet, um die Anonymität des Verfassers zu gewährleisten.

Siehe auch

Kommentare:

  1. auf diesem blog fehlt einfach ein "like" button...

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  2. @Anonym: Ich weiss. Irgendwie hab ich das bis jetzt nicht richtig hinbekommen. Wenn Sie mir da einen Tipp geben können, werde ich es gerne nochmal versuchen.

    Aber eine facebook-Seite hätten wir grundsätzlich: http://www.facebook.com/CripplePride

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